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Sagen Sie lieber „du“ oder sagst du lieber „Sie“? - Ernste Allgemeine Zeitung
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Sagen Sie lieber „du“ oder sagst du lieber „Sie“?

Auf der Suche nach Erleuchtung

Dieser Beitrag nimmt an der Blogparade von Henrik Stamm teil.

 

So mancher von uns Deutschen hält unsere Sprache bereits für eine schwierige. Was Fachbegriffe wie Präpositionen, Adverbien oder Konjunktionen bedeuten, wissen viele nicht. Das müssen sie auch nicht, solange sie wissen, wie sie sie einzusetzen haben. „Isch geh Aldi.“ oder „Gib mal Feuerzeug.“ zeigen, dass man hier keine Befürchtungen haben muss.

Doch gibt es allerlei Fragen, die knifflig sind und die Scharen von Germanisten nicht zu lösen wussten, sozusagen die Millennium-Rätsel der deutschen Sprache. Eines dieser Rätsel, das wir hier zu lösen versuchen, ist das Problem nach dem „Du“ und dem „Sie“. Nein, es geht nicht um dich und deine Freundin/Ehefrau. Es geht um „dich“ und „Sie“. Hä, ist das nicht das gleiche wie eben? Versuchen wir es anders: Es geht um „dir“ und „Ihnen“. Wissen Sie nun bzw. weißt du nun, was ich meine?

Man (ha, man kann das Problem doch umgehen!) merkt, dass ich mich offensichtlich selbst schwer dabei tu, die richtige Formulierung zu finden.

In diesem Beitrag wollen wir uns auf etwas anderem Wege einer Patentlösung nähern.

Stellen wir uns zunächst die Frage: Sollte man lieber Sechzehnjährige sie(b)ze(h)n oder Sechzehnjährige duzen?

Das kann man sicherlich nicht pauschal beantworten. Es gibt Sechzehnjährige, die Sie siezen sollten und solche, die du duzen solltest. Aber du musst selbst entscheiden, wie du sie ansprechen willst.

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Fraglich ist aber insbesondere, wie man es im Internet mit dem Duzen und dem Siezen halten sollte.

Typischerweise sieze ich auf meinem Blog die Leser, was manche dann aber verdutzt macht. Das ist natürlich nicht meine Intention, wenn ich sieze. Duze ich die Leute aber, könnte es manche zum Sieden bringen, weil sie sich nicht ernst genommen fühlen. Andere dagegen benutzen im Internet nie „Sie“ und immerzu „du“. Das scheint sich mittlerweile so eingebürgert zu haben.

Aufpassen sollte man allerdings in Situationen, in denen das „Du“ für den gegenüber wirkt wie ein Tritt auf den Schuh, so bspw. bei formellen E-Mails oder geschäftlichen Kontakten. Das „dir“ ist allerdings meist adäquat beim Genuss von Bier mit dem Gegenüber.

Wichtig ist besonders hinsichtlich des „Sie“ auch das „Wie“. Man muss selbstredend wissen, wie man die formelle Anrede einsetzt ohne Fehde mit der deutschen Sprache. „Sie“ und „Ihnen“ sowie „Ihr“ schreibt man immer groß, „du“, „dir“ und „dein“ groß zu schreiben, lässt man bloß.

Zum Schluss von mir ein gut gemeinter Rat: Beginne(n Sie) mit dem „Siezen“ und laufe(n Sie) nicht Gefahr, den Gegenüber mit dem „du“ zu triezen.

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Christian Küchler
Über Christian Küchler

Christian Küchler ist Gründer der Ernsten Allgemeinen Zeitung und momentan alleiniger Betreiber. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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