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"Niemand hat die Absicht, einen Tarifvertrag abzuschließen" - Ernste Allgemeine Zeitung
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„Niemand hat die Absicht, einen Tarifvertrag abzuschließen.“

Nachdem in den vergangenen Monaten Gerüchte aufgekommen waren, die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) und die Deutsche Bahn AG stünden kurz davor, einen Tarifvertrag abzuschließen, scheint diese Befürchtung nun endgültig ausgeräumt.

Bereits mehrmals hatte man sich schon leicht von solchen Maßnahmen distanziert. Der eine ließ dabei jeweils den anderen für sich sprechen, um die Sache glaubhafter erscheinen zu lassen. So war es Claus Wesselsky, Chef der GDL, der immer wieder betont hatte:

„Die Bahn hat gar kein Interesse an einem neuen Tarifvertrag.“

Derweil hatte Ulrich Weber, Personal-Vorstand der Bahn, die Gemüter in der Angst, die GDL könnte dieses Vorhaben vorantreiben, beruhigt:

„Es geht der GDL offenbar gar nicht (mehr) um tarifvertragliche Änderungen. Sie pocht nur noch auf ihr Recht, auch andere Bahn-Mitarbeiter vertreten zu dürfen.“

Puh – Glück gehabt, dürfte sich da so mancher gedacht haben. Schließlich hätte so ein Tarifvertrag ernsthafte Konsequenzen haben können. Es hätte ernsthaft bessere Arbeitsbedingungen für die Lokführer bedeuten können. Als wäre dies noch nicht genug, wären dann auch noch Züge gefahren.

„Da hätte ich meine Kinder ja gar nicht mehr so ohne Weiteres auf den Gleisen spielen lassen können“, so die 19-Jährige, vierfache alleinerziehende Mutter und Hartz-IV-Empfängerin Mandy Kraus hierzu.

Alfred Hess, 72-jähriger Rentner, sieht die Sache ähnlich. Er freut sich aktuell, dass sowohl der Bahn-Lärm als auch der Lärm der ungezogenen Gören der Frau Kraus nicht mehr zu hören seien. Nur der Fluglärm sei natürlich nach wie vor unerträglich.

Überdies hätte die ganze Bevölkerung dann ja keinen Grund zum Meckern mehr gehabt, da sie wie üblich nur noch bis zu einer Stunde zu spät an ihr Ziel gekommen wäre und man das neue Auto wegen freier Straßen auch mal im zweiten oder dritten Gang hätte ausfahren können.

Doch nun hat Wesselsky endgültig die Gemüter beruhigt:

„Niemand hat die Absi(s)cht, einen Tarifvertrag abzuschließen. Jetzt wird erst einmal dauerhaft gestreikt.“

Skeptiker sind sich allerdings über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht sicher. Sie weisen darauf hin, dass etwas so Ähnliches von einem Walter U. vor etwas mehr als 50 Jahren ebenfalls postuliert worden sei. Damals sei es eine dreiste Lüge gewesen.

So bald dürfte allerdings noch nicht mit einem Tarifvertrag zu rechnen sein. Wozu auch?

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Christian Küchler
Über Christian Küchler

Christian Küchler ist Gründer der Ernsten Allgemeinen Zeitung und momentan alleiniger Betreiber. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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