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Bayern spaltet sich ab

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München – Wie die eigens für diesen Zweck eingesetzte – vornehmlich aus CSU-Funktionären sowie deren Familienangehörigen bestehende – Wahlkommission am Abend mitteilte, haben sich die Bürger des Freistaates Bayern am Sonntag in einem Referendum mehrheitlich für die Abspaltung von der Bundesrepublik Deutschland ausgesprochen.
91 Prozent der abgegebenen Stimmen hätten auf „Ja“ zu der Frage „Soll’mer unsa oignes Ding mochen?“ gelautet. Die Wahlbeteiligung habe allerdings lediglich bei 85 Prozent gelegen. Grund für die geringe Teilnahme ist nach Umfragen die Tatsache, dass viele Bauern mit ihren Traktoren es nicht rechtzeitig in die Wahllokale geschafft hätten. Schließlich sei das Referendum erst am späten Samstagabend bekanntgemacht worden.
Auf Nachfrage des Postillon äußerte sich Initiator Horst Seehofer über den Grund für die späte Bekanntgabe folgendermaßen:

„Wir hatten ein wenig Angst, dass wir auf Widerstand aus Berlin hätten stoßen können.“

Denn obwohl dort bekanntermaßen so gut wie nicht gearbeitet werde, hielten es einige für nicht ausgeschlossen, dass die Bundesregierung nach mehreren Tagen hätte Wind von der Maßnahme bekommen können.

„Einen Einsatz der Bundespolizei wollten wir vermeiden.“

Vor der Bundeswehr habe man allerdings keine Angst gehabt:

„Wir gehen momentan von zwei funktionsfähigen Panzern und einem Hubschrauber aus. Die sind nicht einmal zum Umschubsen der robusten bayerischen Kühe geeignet.“

Geplant ist nun, Bayern wieder in ein Königreich umzuwandeln. Als Favorit auf den Thron gilt der 62-jährige Uli Hoeneß, der zwar momentan noch eine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung absitzt, der aber unverzüglich freikommen soll: Denn Steuerhinterziehung soll ab morgen in Bayern für natürliche und juristische Personen mit einem jährlichen Einkommen von mindestens einer Million Euro nicht mehr strafbar sein.
Hoeneß sei auch schon deshalb der richtige Kandidat, weil er ganz in der Tradition Ludwigs II. seine Regentschaft vom Starnberger See aus führen wolle. Außerdem verstehe er etwas vom „Weißwurscht“-Machen.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) begrüßte das Ergebnis der Abstimmung. Die Spannung in der 1. Fußball-Bundesliga erhöhe sich nun beträchtlich, da nunmehr in Abwesenheit des FC Bayern München auch wieder um den Meistertitel gespielt werde.

Kritiker bemängeln allerdings, dass nun Gefahr bestehe, dass sich pro-deutsche Separatisten abspalten wollen könnten. Besonders die fränkische Region scheine hierfür gefährdet. Darauf angesprochen, schmunzelte Seehofer nur:

Die Grenze verläuft selbstverständlich unterhalb von Franken.

Franken habe schließlich entgegen missverständlichen anderweitigen Verlautbarungen noch nie zu Bayern gehört.
Für alle anderen Ausländer – insbesondere die aus Deutschland stammenden – solle aber die Einreise auch in Zukunft gegen Abgabe einer kleinen Spende – die unmittelbar Hoeneß zufließen soll – unproblematisch sein.
Gerüchten darüber, dass man zwischen Ulm und Neu-Ulm in alter Tradition nun eine Mauer bauen wolle, erteilte Seehofer ebenfalls eine Absage:

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Diese Aussage Seehofers wird übrigens seit kurzem auf Horstiplag.de auf mögliche Plagiate untersucht. Ein anonymer Hinweis mit Absender-Adresse „Zentralfriedhof Friedrichsfelde“ hatte die Betreiber der Seite auf das Statement aufmerksam gemacht.
Ungeklärt bleibt aber bis hierhin die Frage darüber, welche Währung in Zukunft die bayerische Vetternwirtschaft am Leben halten soll. König in spe Uli Hoeneß (Beiname: Der Allmächtige) soll allerdings auch hierfür bereits eine Lösung parat haben. Man darf gespannt sein.

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Christian Küchler
Über Christian Küchler

Christian Küchler ist Gründer der Ernsten Allgemeinen Zeitung und momentan alleiniger Betreiber. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

4 Kommentare zu Bayern spaltet sich ab

  1. Heinz-Walter Hoetter // 19. Oktober 2014 um 22:34 // Antworten

    Ich persönlich lebe schon lange in Bayern. Es ist ein schönes Land mit guten Menschen. Bayern ist stark und braucht die kranke BRD nicht. Zudem hat Bayern eine eigene Verfassung, womit die verkrachte BRD nicht aufwarten kann, die ja nur ein alliierten Grundgesetz hat. Bayern sollte ernsthaft darüber nachdenken sich von der BRD zu verabschieden.

  2. netter Gag: Wird sich Bayern München dann auch aus der Bundesliga verabschieden LOL :-O

  3. Es interessiert keine Sau was die Bayern beschließen. „Wir sind das Volk“ bedeutet: Die restlichen 15 Bundesländer müssen etwas beschließen. Und die wären vemutlich alle froh, wenn sie die Bajuwaren los wären … 3:)

  4. Dann können wir lieber wieder den Osten abspalten.

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