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Anklage wegen Doppelmordes - Ernste Allgemeine Zeitung
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Anklage wegen Doppelmordes

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Rüsselsheim, Darmstadt – Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt auf Nachfrage der Ernsten Allgemeinen Zeitung bestätigte, ist bereits am Freitag vor dem Darmstädter Landgericht Anklage wegen Doppelmordes – einen Zwischenfall, der sich vergangene Woche im hessischen Rüsselsheim ereignet hatte, betreffend – erhoben worden.

Dort hatten zwei Polizisten zwei unschuldige, süße Hunde der Rasse American Staffordshire Terrier kaltblütig erschossen, nachdem diese harmlos an Beinen und Armen zweier Männer herumgekaut hatten. Der Halter hatte dabei darauf hingewiesen, dass die Hunde ja „nur spielen“ wollten.

Unter Juristen sorgt die Anklage für Verwunderung. Sie bezweifeln, dass das Landgericht die Anklage zulassen wird. Rechtsanwalt Dr. mult. Johannes von Von und zu Zu von einer nicht näher benannten Großkanzlei hatte Redakteure der Ernsten Allgemeinen Zeitung bereits zuvor kurzfristig zu einer objektiven Stellungnahme in sein Büro eingeladen. Bei einer Flasche 1907er Heidsieck – Champagner stellte Dr. von Von und zu Zu ausführlich auf dem 300-Zoll-Bildschirm dar – den er im Übrigen als viel zu klein betitelte, aber anmerkte, dass man sich „als Anwalt einer Großkanzlei nun einmal mehr nicht leisten könne“ -, warum die Anklage keinen Erfolg haben könne. Er ging dabei davon aus, dass schon der Tatbestand des Mordes gar nicht verwirklicht sei. Erst recht sei die Tat ja wohl gerechtfertigt. Dr. von Von und zu Zu steht bereits unter Polizeischutz, um Angriffen von wütenden Hunden und ihren Haltern auszuschließen.

Ob der Polizeischutz in diesem Fall eine geeignete Maßnahme darstellt, darf angezweifelt werden.

Doch die Staatsanwaltschaft meint, diese juristischen Bedenken ausräumen zu können. Es müsse im kompletten Strafrecht eine Analogie – die ihres Erachtens zu Gunsten des Opfers stets zulässig ist – gebildet werden. Danach seien Hunde durch ihre enge Verbundenheit mit den Menschen diesen gleich zu stellen. Schließlich sei es mittlerweile auch üblich, dass Hunde Kleidung trügen und in (Anmerkung Herrn Dr. von Von und zu Zus: „unwirksamen“) Testamenten zu Erben eingesetzt würden. Schließlich sei die Tat ja wohl als grausam und heimtückisch einzustufen. Denn die Hunde seien völlig arglos und ohnehin mit ihren süßen Zähnchen völlig wehrlos gewesen. Jedenfalls aber lägen niedrige Beweggründe vor. Nur um das Leben eines Menschen zu retten, könne man schließlich nicht einfach auf einen Hund schießen.

Der Deutsche Tierschutzhund (DTSH) begrüßte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft: „Es muss endlich einmal klargestellt werden, dass für alle gelten muss, was bereits Hausmeister Krause und seine Freunde zu betonen pflegten ‚Alles für den Dackel, alles für den Hund‘.“

Gerüchten darüber, es gäbe Bestrebungen, Polizeihunde aus der Obhut ihrer Peiniger zu befreien, trat die Staatsanwaltschaft allerdings entgegen: „Nicht alle Polizisten sind Schweine – nur die, die den Menschen vor den Hund stellen.“ Dies sei aber bei den Hundeführerstaffeln in aller Regel nicht der Fall.

Eine Entscheidung des Landgerichts wird am Montag in Form von minutenlangem Gelächter und Herumgerolle auf dem Boden erwartet.

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Christian Küchler
Über Christian Küchler

Christian Küchler ist Gründer der Ernsten Allgemeinen Zeitung und momentan alleiniger Betreiber. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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